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Der Auszug

Loslassen Meine Tochter ist endlich ausgezogen. Nicht von zu Hause natürlich. Sondern nur mit ihrer Schublade mit dem Dia-Stuff aus meinem Zimmer. Ein weiterer Schritt nach vorn. Jahrelang habe ich Katheter, Schläuche und Co. bei mir im Schlafzimmerschrank aufbewahrt. Erst waren die Kinder viel zu klein, um so etwas wichtiges in ihren Zimmer aufzubewahren, später blieb es einfach so. Aus Gewohnheit. Außerdem habe ich ein bisschen an dem Kram geklammert, damit ich den Überblick behalte. Naja, viellecht doch eine Ausrede, wer wird schon gern überflüssig. Besonders wenn man jahrelang den Diabetes seines Kindes allein geregelt hat. Es war ja lange „unser“ Diabetes. Heute vermeide ich diese Formulierung. Die Fragende Jedenfalls liegen nun alle Blutzucker-Hilfsmittel ordentlich wie nie in der neuen Ikea-Kommode, die in das Mädchen-Zimmer eingezogen ist. Jetzt mit fast 15, bin ich nur noch in absoluten Problemlagen gefragt. Die Fragerei nach aktuellen Werten habe ich mir komplett abgewöhnt. Manchmal erkundige ich mich noch, ob alles okay ist. „Kommst du klar?“ Was ebenso einsilbig beantwortet wird. Kann ich mir also sparen. Ganz selten erinnere ich noch ans Messen, ein bisschen Restbeobachtung behalte ich mir aus dem Hintergrund vor. Aber ganz ehrlich, ich habe nicht mehr immer den absoluten Überblick. Aber…

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Artikel geschrieben von: http://zuckermutter.de/


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